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Aus den Erinnerungen von

Felix H.

Ehemals Medizinstudent der Johannes-Gutenberg-Universität

 

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Stephen Kiel

 

2012 erreichte ich meine Hochschulzugangsberechtigung an dem Heinrich-Heine-Gymnasium Bitterfeld-Wolfen. Im folgenden Jahr kam es zu meiner Immatrikulation an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz für das Studienfach der Medizin.

Zu meiner Grundschulzeit hatte ich zwei Jahre in Mainz verbracht, ich freute mich die alten Erinnerungen wiederzubeleben. Weniger alte Kameraden, als mehr die alt bekannten Pfade. Noch ein Mal den alten Schulweg gehen, noch ein Mal den schönen Rhein wiedersehen. Da meine Verwandten alle im Osten Deutschlands lebten und meine Freunde ebenfalls dort verweilten, war ich so frei, wie es der Wind nur sein konnte. Obwohl ich natürlich auch durch mein begrenztes finanzielles Budget nicht wirklich frei war. Um Kosten für langatmige und zeitfressende Langstreckenverbindungen zu sparen, bezog ich ein Quartier in der Stadtmitte.

Das Leben in meiner Eingewöhnungszeit war recht trist und sinnlos. Ich muss gestehen, dass ich das Geld, welches ich besaß, etwas freizügiger ausgab, als es mir meine finanzielle Situation zuließ. Mit jedem Monat dem ich mich dem Studienbeginn näherte, sank mein Kapital in größerem Maße. Als ich im Oktober mein Studium zu praktizieren begann, sank mein Kapital in noch größerem Maße. Irgendwann so besorgniserregend, dass ich mich dazu genötigt sah, meine bisherige Wohnung zu verlassen und anderweitig unterzukommen. Es hieß entweder eine kostengünstige Wohnung außerhalb Mainz oder Wiesbadens zu beziehen oder in gleicher Umgebung eine kostengünstigere Wohnung zu finden. Erste Variante wäre für einen Gesellschaftsinteressierten Menschen, wie ich es bin, weniger erfreulich gewesen. Weshalb ich mich intensiv nach einer Wohnung im Stadtbereich umsah.

Als ich den Entschluss gefasst hatte meine Wohnungssuche auch auf hessischer Seite auszuweiten, entschied ich mich symbolträchtig auf mein eigenes Glück anzustoßen. Wie bereits erwähnt, hatte ich keine Freunde mit denen ich gerne die Entscheidung betrunken hätte. Deshalb machte ich mich alleine zum Trinken auf. Die Malakoff Bar war an diesem Tag mein Ziel. Wer Mainz länger kennt, kennt auch zumindest den Namen dieser Bar. Für all diejenigen, denen dieser Ort ganz unbekannt ist, soll gesagt sein, dass es sich um eine behagliche Cocktail-Bar handelt, welche sich im historischen Fort Malakoff befindet. In regelmäßigen Abständen sorgen hier Auftritte von Live-Bands oder DJs für musikalische Genüsse. Dort angekommen erfreute ich mich an dem regen Treiben, der Abwechslung. Hier schien es mir weitaus behaglicher, als in meinem bescheidenen Heim, dessen interessanteste Eigenschaft die Raufasertapete aus den späten 70ern war.

Ich schwenkte Gedankenverloren mein Cocktailglas und beobachtete wie das Eis sich im aller kleinsten Kreise drehte. Bis mir jemand auf die Schulter tippte. Als ich mich umdrehte, erkannte ich das Gesicht eines Jugendfreundes: Jan Müller. 

 

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