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Das Leben vom Flatterding

Sehe die Straßen dieser Stadt,

was hat mich bloß an diesen Ort gebracht?

Vor ein paar Monaten war das gewesen,

wie es dazu kam, kann man hier jetzt lesen...

 

Es war das ich im Grünen saß,

und ich Tag für Tag nur fraß.

Ich ringelte mich wie das Würmelein,

und kroch durch den winziggroßen Blätterhain.

 

Eines Tages dann,

war es das ich Lust bekam.

Zu fliegen wie die Wesen die uns fressen,

ließ mich nie von ihnen stressen.

 

Ich saß auf einem großen Hausbalkon,

und spann mich dort in meinen Seidenkokon.

Gehütet in der weichen, weißen Zauberwatte,

merkte ich das ich noch keine Flügel hatte.

 

Langsam wurde mir sehr warm,

verlor Bein und Arm.

Wurde ganz ne schleimiggrüne Suppe,

um zu werden das Wesen mit bunten Flügelschuppen.

 

Ich sitze auf meinem großen Hausbalkon,

floh aus meinem Fesselkokon.

Meine Flügel werden langsam starr,

ich flatter weg: Wie wunderbar!

 

Flattere herum, ich bin ein Flatterding,

warum nennt mich der Mensch bloß Schmetterling?

 

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17.05.2016 © Felix Hartmann

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